STW Quad & ATV - Racing Archiv 2007

02./03. Juni 2007 erster Lauf zur diesjährigen Quad EMX bei Bielstein

Am 02./03. Juni 2007 fand auf dem Bielsteiner Waldkurs der erste Lauf zur diesjährigen Quad EMX statt. Es fanden sich zahlreiche Teilnehmer aus vielen europäischen Ländern (Spanien, Frankreich, Grossbritanien, Ungarn, etc.) ein. Das ein grosser Teil des Fahrerfeldes aus den TOP Fahrern bestand wurde spätestens beim Qualifying klar: die ersten vier platzierten waren alle in einem Abstand von unter 1 Sekunde! Die Top 10 innerhalb von 2 Sekunden! Es versprach ausgesprochen interessante Rennläufe zu geben.

Die Favoriten, Romain Couprie aus Frankreich, John Mitchell aus Schottland, Max Freund aus Deutschland, Ingo tenVreggelar aus den Niederlanden, nur um hier einige zu nennen, waren alle angereist. Die Pole Position konnte Jeremy Warnia für sein Suzuki Team holen.

Leon Beda Angereist aus Schottland war auch wieder Leon Beda. Dieser junge Fahrer konnte sich über den Winter eines der begehrten Teamtickets aus dem Hause Richard Cole, selbst vor einigen Jahren ein sehr erfolgreicher Fahrer, sichern. Er ging mit seiner Mercury GYTR Yamaha YFZ 450 an den Start und konnten sich auf Platz 5!! qualifizieren.

Den ersten Lauf konnte Richard Tordorf (GB) für sich entscheiden, dicht gefolgt von Joe Maessen (NL), John Mitchell (GB), Romain Couprie (F), Jason MacBeth (GB), Jeremy Warnia (F), Max Freund (D), Leon Beda (GB) Ingo tenVregelaar (NL) und Tobias Lenz (D).

Der zweite Lauf war ebenso spannend und wurde von Romain Couprie vom Start an geführt. Max Freund hat bei einem Startcrash seinen Killswitch Mechanismus abgerissen bekommen und musste somit den zweiten Lauf leider schon in der

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Startkurve beenden. Couprie konnte den zweiten Lauf relativ sicher nach Hause fahren. Hinter ihm wurde aber heftig um die Platzierungen gekämpft. Nach ihm kamen John Mitchell, Richard Tordorf, Joe Maessen, Jason MacBeth, Ingo tenVregelaar, Leon Beda, Jeremy Warnia, Phillip Streuber und Tobias Lenz ins Ziel. Die EM Führung übernahm somit Richard Tordorf vor Romain Couprie und John Mitchell. Wenn der zweite von Deutschland ausgetragene EM-Lauf nach Rudersberg angereist kommt, nichts wie hin. Das ist ein Erlebnis, welches man nicht verpassen sollte!

10 Stunden - was sonst?

Als wir zum ersten mal von dem 10 Stunden Enduro in Thierache/Floyon in Frankreich hörten waren wir sofort Feuer und Flamme!

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Laut Reglement kann man dort mit bis zu drei Fahrern und bis zu zwei Fahrzeugen starten. Was konnte also passieren? Okay, bei 10 h muss man so mit dem einen oder anderen Defekt am Quad rechnen. Doch da man mit zwei Fahrzeugen starten kann, hätte man Zeit zum reparieren der kleineren Defekte.
Was die Fahrer anbelangt, nun da wähnten wir uns auf der sicheren Seite, fahren wir doch bei der IGE die 2h Enduros locker mit! Da sind 10 h, aufgeteilt auf 2 bzw. 3 Fahrer, fast nix! Ausserdem sind die 10 h aufgeteilt auf zwei Tage. So bildeten wir zwei STW Racing Teams. Das erste bestand aus dem Teamchef Torsten Wiedemeyer, Rene Stalman aus den Niederlanden (der auch schon in Le Touquet/Frankreich bewies, dass er richtig schnell fahren kann) und Stefan Daemen aus Belgien. Der Veranstalter honorierte diesen Ländermix damit, dass er das Team als (einziges) europäisches Team in die Starterliste aufnahm.

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Das STW Girls Racing Team bestand wie gehabt aus Sandra Wiedemeyer und Lenka Kalasova. Hiermit waren wir das einzige deutsche Team am Start.

Samstagmorgen wurde ein Training für alle 60 teilnehmenden Teams gleichzeitig gestartet. Da waren dann mal so eben knapp 120 Quads auf der Piste! Einige Fahrer waren so heiß, dass sie sich schon in den ersten Kurven ineinander verhakten. Ein Rennen wird eben doch schon beim Training entschieden. ;-) Schnell stellte sich bei der ersten Streckenerkundung heraus, dass dieses "Enduro" mit Enduro nicht sooo viel gemein hat. Eine pfeilschnelle Crosspiste mit ewig langen Geraden, wenigen kleinen Sprüngen, zwei Tables und sonst nur eine kleine Schikane ließen Schlimmeres ahnen.
Nachdem das allgemeine Training abgewunken wurde, gab es eine viertelstündige Pause. Alsdann folgte das Zeittraining für die Startaufstellung. Im Team I konnte Rene Stalman Startposition 8 und im Girls Team konnte Sandra Wiedemeyer den 47. Startplatz erfahren.

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Nach einer weiteren kurzen Pause ging es mit einem LeMans Start los. Der erste Turn sollte 2 h dauern. Fahrer und Fahrzeuge konnten so oft wie gewünscht (oder gemusst) gewechselt werden. Nach dem ersten Turn gab es eine einstündige Pause und um 18 Uhr wurde der dreistündige Turn wiederum mit einem LeMans Start begonnen. Team I konnte kontinuierlich seine Position verteidigen, während das Girls Team sich nach und nach bis auf Platz 38 vorschob. Besonders spannend war es samstag abend die letzte Stunde, die komplett im Dunkeln absolviert wurde. Hier konnte man sehen, welche Teams sich besonders gut vorbereitet hatten und ihr Quad mit reichlich Licht und zusätzlichen Batterien ausgestattet hatte. Zum Abschluss des zweiten Teils wurde das Rennen nicht einfach mit einer Zielflagge abgewunken, sondern mit einem nicht gerade kleinen Feuerwerk beendet.

Erstaunlicher Weise hatte der Racing-Tag so seine Spuren an den Knochen hinterlassen! Morgens die Abnahme und der Aufbau der zwei Boxen. Dann war der Boden der Strecke hart wie Beton, dennoch hatten sich extrem tiefe und harte Wellen in den Boden gefahren. Zudem war die Strecke wahnsinnig schnell. Es gab keine Stelle, wie beim Enduro eigentlich üblich, an der man mal langsam gehen lassen konnte. Als dann um 22 Uhr der erste Renntag "vorbei" war, haben wir das komplette Race-Equipment aus unseren zwei Boxen wieder in das Fahrerlager zurück geschafft. Glücklicherweise war Lenka mit einem Transporter gekommen, so dass wir diesen nur bis unter das Dach voll packen brauchten.

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Sonntags war der Start für 11 Uhr angesetzt. Alle Fahrzeuge verblieben über Nacht im Parc Fermè. Es war schon ein herrlicher Anblick wie morgens die knapp 120 Quads aus der Halle heraussortiert wurden. Der Veranstalter hatte hier und da ein für uns unbekanntes Reglement verfolgt, wir waren der französischen Sprache nicht mächtig und deutsch spricht dort eh niemand. Das führte doch manchmal zu kleineren Nachteilen, die aber letztendlich nicht schwer wogen. Als um kurz vor elf die Fahrzeuge und Fahrer in die Startaufstellung bzw. Box sortiert waren, stieg die Anspannung wieder merklich an. All die Müdigkeit in den Knochen und die Weh-Weh-chen waren urplötzlich verschwunden.
Diesmal mussten die fünf Stunden an einem Stück absolviert werden, Fahrer und Fahrzeuge konnten auch wieder willkürlich gewechselt werden.
Der Sonntags-Rennverlauf brachte die meisten Fahrer deutlich an ihre Grenze, wobei hier ganz klar gesagt werden sollte, dass es keine großen oder nennenswerten Unfälle gab. Dies ist unserer Meinung nach unter anderem darauf zurück zu führen, dass hier Fairplay ganz groß geschrieben wurde. Die Top Ten Fahrer waren dem restlichen Feld deutlich überlegen, besonders in der dunklen Nachtstunde. Doch niemals wurde ein langsamerer oder zu überrundender Fahrer bedrängt oder gegängelt. An dieser Stelle ein riesiges Kompliment an alle Fahrer für dieses Fairplay!

Das STW Racing Team I konnte das Rennen ohne Unfall beenden und mit ihrem 8. Platz hoch zufrieden sein. Okay, bei einer der YFZ450 musste die Kupplung zwischendurch erneuert werden und bei der anderen war kurzzeitig das Kabel des Startrelais lose.
Beim STW Girls Racing Team gab es glücklicherweise auch keinen Unfall, es musste an der Suzuki LTR450 nur das Ritzel gewechselt werden. Das Team konnte in der Gesamtwertung einen tollen 34. Platz einfahren und wir wurden somit auch das schnellste deutsche Team. In der Damenwertung wurden wir sogar Erste! Die Desperados-Girls, die für dieses Event auch genannt hatten, blieben dem Rennen leider fern. Der französische Veranstalter hatte sich für uns Frauen ein besonderen "Pokal" ausgesucht: ein ca. 5kg schweres Quad aus Modellgips. Nach den zwei Renntagen wog es garantiert 105kg!
Bei der Siegerehrung zeigte sich wieder deutlich die Fairness, die ich schon erwähnte, - es herrschte eine super Stimmung!
Für alle, die eine besondere Herausforderung suchen: next year - same place - same procedure!

Weitere Infos unter: http://www.chtiquad.net/

Le Touquet - 3 Std. Enduro-Rennen in Frankreich

Wie in den Jahren zuvor war die Aufregung um das 3 h Enduro Rennen in Le Touquet riesig. Dieses Jahr ist die Teilnehmerzahl von 250 auf 350 Quads angehoben worden, welches den Event noch größer machte. Das STW Racing Team ging wie in den zwei Jahren zuvor wieder mit zwei Teams an den Start. Das erste Team setzte sich aus Torsten Wiedemeyer und dem 20 Jahre jungen Rene Stalman zusammen. Das zweite Team war eines der wenigen Frauen-Teams: Sandra Wiedemeyer und Lenka Kalasova, beide vom STW Racing Team.

Le Touquet Le Touquet Le Touquet Le Touquet Le Touquet Le Touquet

Die Papierabnahme war – wie immer – ausgesprochen langwierig. Da wir aber Freitag morgens unsere Fahrzeuge um 06:00 Uhr in die Abnahme stellten, waren wir "schon" um 12:30 Uhr fertig. Eigentlich lief die Abnahme reibungslos, wir mussten nur noch die Dezibelzahl an unseren STW Racing Yamaha YFZ450s auf unter 100 DB runter bekommen.
Doch mit den dazugehörigen Einsätzen war die Lautstärke danach kein Problem mehr.
 
Der Samstag morgen verlief ruhiger als in den Jahren zuvor, da durch den Star-Quad-Lauf unser Training ausfallen musste. War auch gar nicht so schlimm, denn der Himmel sorgte noch für eine ausgiebige Streckenbewässerung. Um 11:30 Uhr legte dann aber kurzzeitig das Chaos los – die Boxen durften bezogen werden. Endlich, 12:00 Uhr, konnten die Start-Fahrer zur Startaufstellung fahren. Es dauerte tatsächlich 17 min bis alle Fahrzeuge die Boxen verlassen hatten.

Le Touquet Le Touquet Le Touquet Le Touquet Le Touquet Le Touquet

Den Start habe ich fernab aus der Pitboard-Area beobachten dürfen – nicht nur von dem nasskalten Wind hatte ich eine Gänsehaut! Doch der Wettergott hatte ein einsehen mit den Fahrern und den zahlreich angereisten Zuschauern – und lies die Sonne erstrahlen.
Nun ging für mich das nervenaufreibende Warten los: - klappt der Start? Kommen Torsten und Lenka gut durch – wann kommt Lenka herein? – wie wird die Strecke werden? Wird das Material halten? – klappt der Boxenstopp reibungslos?.....
Als Lenka dann zum Fahrerwechsel hereinkam ging alles ganz schnell, ratz fatz getankt, den Dual Gas von Roll- auf Daumengas umgestellt und schon ging es los. Die Strecke war zunächst noch in einem "guten" Zustand.

Nach meinem ersten Turn klappte der Wechsel wieder einwandfrei und ich konnte mich auf meinen zweiten Turn vorbereiten. Die Streckenverhältnisse die ich dann vorfand waren unbeschreiblich. Wie soll man erzählen wie wellig so eine schöne Strecke werden kann? Ist halt mit nichts zu vergleichen. Doch müssen wir hinzufügen, dass die Ingenieure von der Stoßdämpfermanufaktur TechnoFlex Racing Suspension einen super guten Job gemacht haben. In der Vorbereitungszeit für Le Touquet haben die Techniker unsere Fahrwerke von Motocross auf Baja speziell auf die widrigen Sandbedingungen umgebaut. Fahrwerkseinstellungen wurden auf den Sandstrecken in Grevenbroich und Lommel (Belgien) vorgenommen. Die Ingenieure ließen es sich deshalb auch nicht nehmen mit nach Le Touquet anzureisen!

Le Touquet Le Touquet

Die rund 300.000 Zuschauer tragen maßgeblich in Le Touquet zu der speziellen Stimmung dort bei. Jeder Fahrer wird angefeuert, und bei der Rückfahrt von der Strecke zur Box wird ausnahmslos jeder gefeiert!!
Le Touquet ist und bleibt ein Erlebnis! Jedes Jahr sagen wir Sonntags nach dem Rennen: "Nie wieder!" – aber sobald im Oktober die Nennungsformulare eintrudeln gerät das Nein ins Schwanken und bevor man weiß was los ist, hat man schon wieder genannt.

Vorbericht - Le Touquet - 3 Std. Enduro-Rennen in Frankreich

Am 10.02.07 findet wieder das legendäre 3 Stunden Enduro-Rennen an Frankreichs Opalküste statt. Das STW Racing Team geht auch dieses Jahr wieder mit zwei Teams an dem Start.
Das erste Team besteht aus Torsten Wiedemeyer, der sich für das diesjährige Rennen einen neuen Teamkollegen suchen musste. Dank der Vermittlung von TechnoFlex Racing Suspension kam mit René Stalman ein 20 jähriger Holländer mit ins Team. Der aus Ede/N stammende Renéwies sich bei Trainingseinheiten in Grevenbroich/D und Lommel/B als ein erfahrener Sandfahrer aus. Wie in den Jahren zuvor wird mit einer Yamaha  YFZ450 gefahren. Die Ingeneure von TechnoFlex haben das Motocrossfahrwerk in ein spezielles Enduro/Baja Fahrwerk umgebaut, um den veränderten Ansprüchen im Sand gerecht zu werden. Neben den CRD Anbauteilen wurde auch ein CRD Racing Auspuff und eine CRD CDI eingebaut. Die vielleicht bahnbrechenste Neuerung an der Yamaha  ist das Dual Gas. So wurde es überhaupt erst möglich, René, der das Rollgas vorzieht, mit dem Daumengasfahrer Torsten zusammen zu bringen.
Im zweiten Team geht neben Sandra Wiedemeyer dieses Mal eine weitere Frau mit an den Start, es wird also dieses Jahr ein reines Frauen - STW Racing Team geben. Lenka Kalasova und Sandra Wiedemeyer werden auch mit einer Yamaha  YFZ450 an den Start gehen. Diese Yamaha  verfügt ebenfalls über das TechnoFlex Baja Fahrwerk und CRD Anbauteilen. Ebenfalls wurde hier ein Dual Gas eingebaut, denn auch hier mischt sich ein Daumen- und Rollgasfahrer/in.

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